
Die Musik ist beschwingter Bluegrass, eigentlich amerikanische Hinterwäldler-Musik, aber seit „O Brother, Where Art Thou?“ darf man die auch als progressiv denkender Mensch gut finden. Also neben der Westerngitarre viel Fidel, rasendes Banjo, eine Autoharp (ja, googelt mal), ein Waschbrett, treibende Snare Drum, und in meinem Kopf sind ein halbes dutzend Hillbillies, die in einem Saloon zu ihrer Musik mit dem Fuß auf den Boden stampfen. Sind es aber nicht, sondern mal wieder ein paar kalifornische Punks, die Lust auf etwas anderes hatten und das geballte Partypotential dieser Musik erkannten. Netter Song, mit Elan umgesetzt.
Seite B ist eine Umsetzung von NOFXs „Reeko“ auf ebendiese Weise, das fühlt sich natürlich komplett anders an, als die halb gegroovte, halb geballerte Ursprungs-Version, aber mir gefällt es. In der Mitte wird noch der Text von „Perfect Government“ darüber gesprochen. Es soll wohl einfach eine kleine Hommage sein (Jahaa, Arschkriechen beim Chef der Plattenfirma, wie?) und bringt jetzt nicht besonders viel für den Song, aber interessanterweise passt es inhaltlich. Der mehrstimmige Gesang gibt dem ganzen noch mal eine extra melodische Note, während die Geige die Melancholie schön rüberbringt. Kleiner Twist: Da, wo das Original plötzlich Gas gibt, wird hier gebremst.
Ich bin sicher, live sind OLD MAN MARKLEY eine Wucht, die Single lässt sich gut hören, ob die Musik mir in Albumlänge nicht irgendwie doch irgendwann (ding diedelding diedeldei fideldie...) auf den Keks ginge, kann ich so natürlich nicht sagen. Gibt's diesen Sommer unter anderem auf diversen Festivals und auch mal mit den MAD CADDIES zu sehen, also Square Dance statt Slamdance, Kinder!



