PE SCHOROWSKY – dreck und seelenbrokat

Review

PE SCHOROWSKY

dreck und seelenbrokat

Genre
CD
Label
Sinfin-Rox, Nordendstr. 30b, 60318 Frankfurt
Datum
31.08.2012
Autor
Karsten Conform
6 /10

PE SCHOROWSKY, Schlagzeuger der einerseits geliebten, anderseits gehassten BÖHSEN ONKELZ bringt 7 Jahre nach dem Ende der umstrittensten Band Deutschlands sein erstes Soloalbum raus. Ich persönlich gehöre ja eher zu der zweiten Fraktion, aber BO sind zu Grabe getragen und jeder sollte meiner Meinung nach die Chance haben, bei einen Neuanfang auch ganz neutral und vorurteilslos beurteilt zu werden.

Da kommt es mir zu Gute, dass „Dreck und Seelenbrokat“ nix aber auch garnix mit dem alten BO Sound am Hut hat. Im Gegenteil, es kommen einen 12 fette Punkrock Songs entgegen. Mal mit ´nen Schuß Metall, mal mit ´nen Schuß Deutschrock und mal locker flockig runtergerockt. Musikalisch sind die 44 Minuten Spielzeit okay…

Und Gesanglich ? Naja…. Mein erster Eindruck von Pes Gesangskünsten war in etwa so: Oh (!) LUSTFINGER und STRASSENJUNGS machen ´ne NDW - Party und Pe trällert passend dazu. Lässig, entspannt und spaßig, allerdings genau so wenig nachhaltig wie die STRASSENLUSTFINGERJUNGS. Sprich Pe wäre im Grunde genommen auch nur einer von vielen (erfolglosen) Musikern, aber durch seine Vergangenheit wird sich sein Soloalbum bestimmt sehr gut verkaufen, keine Frage.

Vor allem zum Ende des Albums gefallen mir dann auch die Texte, z.B. zu den Songs „Opfer“ und „Geist“, die Songs sind wirklich gut. Es gibt aber auch Songs, da sind die Texte, naja….   

Summa summarum ist das Debütalbum okay. „Dreck und Seelenbrokat“ schafft es bei mir zwar nicht in die Dauer-Rotation meines CD-Laufwerkes, fliegt aber auch nicht auf den Müll. 

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