Das erste was ich beim Hören des zweiten Albums von SCHALKO dachte, war, warum klingen die so nach Pascow und vor allem Love A? Fällt denen nichts eigenes ein?
Nun ist es ja ein genreübergreifendes Phänomen, welches sich beobachten lässt, dass Bands die Erfolg haben gerne kopiert werden, ob bewusst oder unbewusst lassen wir mal dahingestellt. Was bei Band A funktioniert sollte bei uns doch auch funktionieren.
So ähnlich sehe ich “Bitte 3x Pommes“ von SCHALKO.
Wütendes Schreien wird als Gesang angesehen.
Eine noisige, dreckige Klangteppiche bauende Gitarre gilt als aggressiv und vielleicht sogar Avantgarde. Angenehm klingt sie tatsächlich nicht. Kuscheln ist anders
Der Schlagzeuger unterstützt diesen dreckigen, noisigen Sound in dem er ordentlich und mit ordentlich Kraft die Becken bearbeitet.
Manchmal macht es ja schon was her, wenn eine bekannte Band eine unbekanntere Band lobt. So hat sich hier Bene Diktator von den Acht Eimer Hühnerherzen hier lobend geäußert. Nun gehen Acht Eimer Hühnerherzen ja leider auch etwas in diese Richtung und so kennen die Bands sich sicherlich gut.
Ja, gut, man muss SCHALKO zu Gute halten, dass sie aus dem ganz tiefen Süden der Republik kommen und ihr Fixpunkt die schöne Studentenstadt Freiburg im Breisgau mit ihren schönen Biergärten und ihrer großen alternativen Kultur ist. Gibt in BaWü ja nicht an jeder Ecke Subkultur.
Es ist fast ein bisschen schade, dass dieses Album mich nicht mehr anspricht.
Würde es insbesondere Love A nicht geben, dann wäre das hier wahrscheinlich der neue heiße Scheiß...



