
So liegt es mir hier nun vor, ein kleines Heftlein mit knapp 40 Seiten, das ich, nur weil Donald festes Mitglied bei RamTatTa ist auf keinen Fall wohlwollend besprechen möchte. Und deshalb muss es gleich raus: Das Ding ist total Scheiße! Also scheiße, dass das Ding mittendrin aufhört. Dass auf dem Titel schon von einem „Teil 1“ gesprochen wird lässt tatsächlich die Vermutung aufkommen, dass da noch mehr geplant ist. Und das ist super. Denn ich mag keine Geschichten, die, gerade erst in Fahrt gekommen schon wieder – sehr abrupt – enden. Also jetzt hurtig an Teil 2 gesetzt, meine Lebenszeit ist nicht unbegrenzt.
In hübschen bunten Bildchen wird erzählt, wie der Protagonist Bastard sich auf den Weg zu seiner Verflossenen macht, weil... Ja, warum eigentlich? Das ist zunächst nicht großartig von Bedeutung, weil man sich viel mehr auf die lebendige Welt konzentriert, für die es sich Donald scheinbar zur Aufgabe gemacht hat, kein Klischee auszulassen. Chaos, Alkohol und Punkmusik sind ständige Begleiter und man fragt sich, welche Vorurteile sollen da in den nächsten Teilen überhaupt noch verwurstet werden?
Was ist nun also das Fazit? Der Zeichenstil gefällt mir, insbesondere das Centerfold hat es mir ob seines nie zuvor gesehenen zeichnerischen Detailreichtums angetan. Die Geschichte strotzt so dermaßen vor Plattitüden, das es schon wieder richtig gut ist. Wer zumindest einmal in die Punkszene hinein geschnuppert hat oder wenigstens jemanden kennt, der sich die Haare früher Lila färbte, der sollte die 4 Euro investieren in die Punkrock Lovedrug Teil 1. Und wer doch noch unschlüssig ist, der schaut zunächst bei den Punks 'n' Banters Online vorbei um sich überzeugen zu lassen.



