Mit “PHOENIX“ veröffentlichen die vier Rostocker von RISE FROM ABOVE ihr Debütalbum. Die Band hat bisher neben einem Demo, was bei Micha von Anticops aufgenommen wurde, eine Menge Supportshows für Bands wie Hatebreed, Born from Pain, Death Befor Dishonor oder Final Prayer gespielt. Das sind schon einige ordentliche Referenzbands. Konnte die Band nun ihren guten Lauf auch auf ihr Debüt bannen?
Als erstes fällt bei der Band die im Verhältnis zu anderen Hardcore-Scheiben relativ dünne Aufnahme auf, was allerdings beim Aufdrehen der heimischen Anlage Vorteile bringt, den die oft basslastigen, fetten Aufnahmen werden dann schnell dröhnig und unhörbar. Nicht so RISE FROM ABOVE. Die kann man so laut hören, dass der Nachbar auch was davon hat.
Der Stil der Band orientiert sich am älteren Hardcore, bei dem noch stark Melodien, Sprechgesang, Breaks und aggressive Parts eine Einheit bilden. Kein blindes Geknüppel, und vor allem keine Gitarristen die ihre Effektgeräte bis zum Letzten fordern müssen. Stattdessen ordentlicher Hardcore ohne Fehl und Tadel.
Textlich ist RISE FROM ABOVE mit Songs wie “D.I.T.“ im klassischen Fahrwasser der Szene. Es geht also um Zusammenhalt, Freunde und Familie aber Songs wie “New Era“ oder “On a Warpath 2K10“ gehen für eine Hardcoreband recht weit. Hier wird die aktuelle Politik, das aktuelle Zusammenleben, aber eben auch das Elend und der Krieg der an viel zu vielen Ecken dieser Welt sein terroristisches Antlitz zeigt, thematisiert. RISE FROM ABOVE gehen also mit offenen und nicht zu sehr an sich selber und der Szene fixierten Augen durch die Welt. Es bleibt zu wünschen, dass das so bleibt.
“PHOENIX“ ist ein gelungenes Debüt, was für Aufmerksamkeit sorgen wird. Weiter so!




