PERKELE – PERKELE FOREVER

Review

PERKELE

PERKELE FOREVER

Genre
CD
Label
Bandworm Records
Datum
31.10.2010
Autor
Frank
9 /10

PERKELE aus Göteburg in Schweden haben am 29.10.2010 ihr neues Album “Perkele forever“ veröffentlicht. PERKELE existieren seit 1993 und haben sich in der Zeit von einer kleinen Kellerband aus Schweden zu einer der bekanntesten Oi-Bands in Europa gemausert. Dies liegt sicherlich zum einen an ihren Texten die über die ganze Zeit nie platt oder aufgesetzt rüber kamen sondern immer ehrlich und von Herzen. Zum anderen liegt es auch an dem unermüdlichen Touren der Band.

Im siebzehnten Jahr ihrer Bandgeschichte kommen mit dieser Scheibe weitere zehn Songs dazu, die ihren Status zementieren.

Die Band bietet auf den zehn Songs klassischen Oi a la Cock Sparrer nicht nur musikalisch sondern auch sprachlich. Die englischen Texte sind extrem klar und deutlich gesungen. So sind die Texte auch für das ungeübte Ohr schnell zu verstehen und mitzusingen.

Die Aufnahme ist klar und sehr differenziert. Was allerdings stört ist, dass alles extrem glatt ist. Es hört sich sehr nach Mainstream an. PERKELE waren nun ja auch schon mit Songs in den Charts aber trotzdem muss man sich an den Sound gewöhnen der manchmal so gar nicht zu den Texten passen will, die genretypisch von Zusammenhalt, Working Class und dem harten Leben in harten Zeiten handeln. Der Bezug zu dem traditionellen englischen Oi ist immer unverkennbar zu erkennen.

Für die Leute die sich mit PERKELE kritisch auseinandergesetzt haben und dies vielleicht immer noch tun, hat die Band mit “Waste of Time“ wieder einen Song geschrieben, der sich ganz klar gegen rechte Propaganda  richtet. Abgesehen davon ist es ganz klar, wer sich mit der Band beschäftigt und recherchiert findet aktuell so gut wie keine Anhaltspunkte mehr, dass die Band irgendwie geartet mit der rechten Seite der Menschheit was zu tun hat bzw. zu tun haben will. Ohne hier eine politische Diskussion loszustarten, sollte klar sein, dass PERKELE ganz klar gegen Rassismus und Faschismus sind. Und den Leute, die generell in Oi-Bands nur rechtsoffene Combos sehen ist eh nicht mehr zu helfen.

Mit nur zehn Songs hat das Trio aus Göteborg einen kleinen Meilenstein geschaffen. Besonders als Anspieltipp zu empfehlen sind "Forever" und das schon erwähnte "Waste of Time"

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