Die Geschichte der FREUNDE DER ITALIENISCHEN OPER reicht bis in das Jahr 1988 zurück. Am 07.10.1988, am Feiertag “Tag der Republik“, spielte die Band ihr erstes Konzert im “Club Südstadt“ in Cottbus. Das Konzert fand illegal statt, da die Band zu der Zeit keine staatliche Spielerlaubnis hatte, die allerdings in der DDR zwingend notwendig war um legal auftreten zu dürfen.
Schon kurz danach erhielt die Band ein Engagement am Staatsschauspiel Dresden.
Kurz vor dem Fall der Mauer gab es erste Besetzungswechsel. Neu an Bord war dann u.a. Roger Baptist (heute als “Rummelsnuff“ bekannt).
Die mehr als unterhaltsame und wechselvolle Geschichte der Band, nachzulesen u.a. bei Wikipedia, möchte ich nicht in allen Details wiedergeben, nur so viel. Es gab immer Schnittmengen zwischen Film, Kunst, Oper und Musik.
Die Band hatte sogar so viel Schneid eine Anfrage von Die Toten Hosen abzulehnen, als diese die Band nach einem Support fragte.
1992 war dann erst einmal Schluss mit der Band.
Erst 2009 gab es die FREUNDE DER ITALIENISCHEN OPER wieder. Seitdem sind sie, bis auf einen Wechsel an der Gitarre, in einer durchgehend festen Besetzung aktiv. Die Besetzung ist wie folgt:
Ray van Zeschau Sänger
Joey A. Vaising Gitarre (auch Produzent der Band)
Tex Morton Gitarre (u.a. Ex Mad Sin, Sunny Domestosz, Nitro17)
Rajko Gohlke Bass (Knorkator, Ex Think About Mutation, Mikrowelle)
Boris I. Fernandez Schlagzeug
So mannigfaltig die musikalischen Herkünfte der Bandmitglieder sind, so mannigfaltig ist auch die Musik von DIE FREUNDE DER ITALIENISCHEN OPER.
“Angelus Luminis“ ist das aktuelle Album, welches am 03.10.2026 erschienen ist und dreizehn Lieder bereit hält.
Die Konzerte der FREUNDE DER ITALIENISCHEN OPER sind immer ergreifende Inszenierungen. So ist auch das Album “Angelus Luminis“.
Die Lieder werden getragen von der außergewöhnlichen Stimme von Ray van Zeschau. Außergewöhnlich deshalb, weil er mit seiner Stimme alles machen kann.
Mal klingt es nach Oper, mal nach Erzähler, mal an einen Punkrock-Sänger und oft alles dazwischen und doch zusammen. Es ist eine Stimme die mich immer wieder staunen lässt, auch nach mehrmaligem Hören von “Angelius Luminis“.
Dazu gibt es einen Sound der selten nach Punkrock, oft aber nach Dark-Rock, ja sogar nach Dark-bzw. Cold-Wave und Gothic klingt und der auch gut im Industrial-Sound verortet ist.
Die Saiten-Fraktion bringt außergewöhnliches zustande. Es ist eine ganze Batterie von Effektgeräten die gespielt werden und dies mit so einer Perfektion, dass es sich manchmal schon fast künstlich anhört.
Die Texte sind mal sehnsüchtig, wie in “Der kleine Prinz“, mal einfach eine Alltagsbeobachtung bzw. Alltagssehnsucht wie in “Wir schaffen das“, mal etwas fragmentarisch-widersprüchlich wie in “Hoffnung“ aber auch mal punkig nach vorne gehend mit “Hey ho let´s go“.
Jeder Song ist für sich ein großes, schweres Stück. Jeder Song ist, im besten Sinne, inszeniert und so passend produziert, dass alle Songs zusammen fast schon eine Überdosis sind. Tatsächlich ist es für mich so, dass die vielen Änderungen der Stimmung auf dem Album mit der Zeit etwas anstrengend sind.
Die FREUNDE DER ITALIENISCHEN OPER machen keine leicht zugängliche Musik. Die Band spielt einen einzigartigen Stil. Ein Stil, mit dem sie zwischen den Stühlen sitzen und doch ein Stil, der viele Fans hat. Nicht nur bei Menschen die im weitesten Sinne subkulturelle Rockmusik mögen, sondern auch bei Menschen die aus dem Kunst-und Filmbetrieb kommen. Die schon frühen Verbindungen zur Oper und zum Film bestehen immer noch und so war am 03.10.2026 im Festspielhaus Hellerau eine mehr als imposante Inszenierung der Band.
Es war mehr als ein Auftritt!
Am 25.05.2026 sind sie beim “Wave Gothic Treffen“ in Leipzig aufgetreten.
DIE FREUNDE DER ITALIENISCHEN OPER sind auffallend außergewöhnlich.
Eine Mischung aus Industrial, Dark, Gothic und Avantgarde.
Einzigartig!




