BETONTOD – wir fangen jetzt erst an

Review

BETONTOD

wir fangen jetzt erst an

Genre
CD
Label
Betontod Records/Kontor
Veröffentlicht
25.09.2026
Datum
21.10.2026
Autor
Karsten Conform
6 /10

Nein ! Beim 14ten Album von BETONTOD will der Funke einfach nicht überspringen, was mich doch echt überrascht. Und auch nach dem 8ten Mal hören, ist der Funke nur bei einigen Songs bei mir angekommen, dabei liebe ich doch die Punkrocker seit ihrem 4ten Album „GlaubeLiebeHoffnung“ (siehe z.B. mein Review: https://ramtatta.de/reviews/9794/betontod-zeig-dich).
Aber dieses mal ist kein Ohrwurm a la „Nie mehr St. Pauli ohne dich“, „Regenbogen“, „Freunde“ oder „Küss Mich“ dabei, leider... Vielleicht fangen die 5 Rheinberger wirklich neu an, wie es der Name der Platte besagt „Wir fangen jetzt erst an“.

Aber fange ich mal an, etwas zu den 13 Songs des Albums zu sagen. Bei dem ersten Song, der auch als Vorab-Single zu hören und auf YouTube zu sehen war, „All die schönen Menschen“, brauchte ich mehrere Durchläufe bis er bei mir angekommen war. Gleiches auch bei „Du killst mich“ und „Eine letzte Runde“ mit einen Einprägenden => döp-döp-döp -dödödö- döp-döp-döp -dödödö- döp-döp- döp -dödödö- ohh-ohh-ohh-ohh, das wird auf Konzerten zumindest ein super Mitmachpart.

„Alles für den Content“ habe ich nicht verstanden, „content“ heißt doch „Inhalt“ und der Text des Songs, abgesehen vom Sprachpart, hat nichts mit Inhalt zu tun oder soll mir der Songs sagen, scheiß auf den Text / den Inhalt, Hauptsache die Melodie stimmt ?

Bei „Keep Calm and Carry On“ ist der Text gottseidank auf deutsch und geht um „Mund abwischen und weiter geht´s“, aber der Song trifft mich irgendwie kaum. Noch weniger trifft mich der nächste Song „An Deiner Seite“ mit so typisch Udo Lindenberg dödödüm dödödüm und Akkustic-Klampfe... `ne Schnulze wie es im Buche steht... - Langweilig -

„Das schöne Leben ist vorbei“ ist da schon besser, wobei es doch sehr stark an den aktuellen TOTEN HOSEN Songs erinnert. Vielleicht auch weil es im Text heißt: „...An manchen Tagen hat es uns zum Strand von Mexiko getrieben, doch wär'n wir bessеr mal in Düsseldorf gebliebеn...“ . „Für Dich“ ist dann der zweite ziemlich lahmarschige, ähhh langsamen Song. Ein ganz netter Text über die Liebe, aber verpackt in einer langweiligen Milchtüte.

Bei „Weltuntergang“ werden die BPM (Beats per minute) zwar etwas mehr, aber abholen tut mich der Song auch nicht. Der Funke ist einfach um mich herumgezogen. Und mit „Küchentisch“ kommt nun der dritte langsame, melancholische Song. Könnte auch aus dem Haus Grand Hotel van Cleef oder aus der Feder von CAMPINO kommen.

So richtig vorwärts geht’s dann mit „Vielleicht sind wir die Letzten“, mein Lieblingssongs auf „Wir fangen jetzt erst an“. Hier passt alles, Text, Mucke, Riffs und Speed. Auch „Abwesenheitsnotiz“ gefällt mir, schön mit Bläsern und dem Refrain „...Ihr könnt mich alle mal am Arsch lecken, behalte Dein Problem mal heut für Dich...“.

Zum Abschluss kommt die vierte Schnulze mit “Wir fangen jetzt erst an“, der Songs nach dem das Album also betitelt ist. Schnarrrch....
1-2 Songs auf `nen Album mit 13 Songs, die etwas langsamer sind, das Tempo mal etwas zügeln, sind meiner Meinung ja okay, aber gleich 4 an der Zahl ?!!?!?
Nee, sorry BETONTOD aber „Wir fangen jetzt erst an“ berührt mich nur bei wenigen Songs und das auch erst nach mehrmaligen hören. Wenn ihr mit „so etwas“ nun „anfangt“, kann es für einige auch das „ende“ sein.

Bilder 1 Bild
Betontod 2026 1 credit Boris Breuer 300 DPI
Betontod 2026 1 credit Boris Breuer 300 DPI
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