FLUTEN aus Hamburg haben am 25.09.2026 ihr zweites Album veröffentlicht.
Nach dem Debütalbum “Splitter“ wird nun, sieben Jahre später, mit “Kalter Stern“ ihr zweites Werk auf die Menschheit losgelassen.
Der Albumtitel beschreibt die momentane Welt, und das gesellschaftliche Zusammenleben wie es vielerorts ist, sehr gut. Dazu kommt ein Cover, welches einen aufgebrochenen Schädel voll mit Pillen zeigt. Dieses Bild kann und soll man lesen. Das Bild soll zum Nachdenken, reflektieren anregen.
Schon das Cover stellt also Fragen, schockt vielleicht sogar.
Mit “Monster“ beginnt die Band ihr Album, welches neun Stücke beinhaltet.
“Monster“ trifft schon direkt in die Magengrube. Schön für die Algorithmen der Musikabspielanbieter gemacht, gibt es direkt einen Schlag in die Magengrube. Kaum davon erholt geht es mit “Schattenstapel“ und den nachfolgenden Songs ohne Verschnaufpause weiter.
Laut ist die Musik von FLUTEN. Laut um gehört zu werden!
Fragmentarisch sind die Texte.
Fragend sind die Texte.
Einige Texte könnten Gedichte oder Nachrichtenmeldungen sein. So sind sie geschrieben und so werden sie vorgetragen.
Die Band lässt einen an Pascow denken oder an Love A denken.
FLUTEN ist sehr eigenständig. Hamburger Schule die es ernst meint, könnte man sagen. Hier singt nicht der Student über sein Wohlbefinden nach drei schlechten Haferflocken, hier geht es um die wichtigen Dinge. Hier geht es um geistige Gesundheit, gesundes Lebensumfeld, intakte Natur und den alltäglichen Wahnsinn.
Hier geht es um Unsicherheit, Angst, Bedenken…
Es geht um das was wir waren, sind und sein werden…
Das Ganze ist melodisch, druckvoll, anspruchsvoll…ja, manchmal anstrengend.
“Kalter Stern“ ist fordernd, wie das Leben.
“Kalter Stern“ bringt druckvollen, abwechslungsreichen Sound, der, obwohl nicht nur einmal an diverse Bands erinnernd, trotzdem frisch klingt.
Fuck, das Album ist wie das Leben!




