Gut das es heutzutage noch junge kreative Punkrockbands gibt, die ihr eigenes Ding machen und auf den Mainstream scheißen… So wie es Fritz Theilen gemacht hat, der seinem HJ-Jungzugführer in die Aktentasche geschissen hat und mehrfach der Gefangenschaft entkam. Nach ihm haben sich die vier Düsseldorfer und Köln*innen benannt und wir lernen täglich dazu, ich kannte Fritz Theilen zumindest vorher nicht, er gehörte zu den Kölner „Edelweißpiraten“ die gegen die NSDAP Widerstand leisteten, zumindest von der Gruppe habe ich schon gehört.
Aber nun zu den 11 DIY-Songs, die vom Sound her recht gut sind, was bei DIY ja nicht immer der Fall ist. Also kein Garagensound und mit einem Kassettenrecorder aufgenommen, wie wir das damals noch gemacht haben. Die Songs wurden später auch von Profis noch abgemischt und gemastert.
Die deutschsprachigen Theilen Texte spielen recht gut die Gegenwart dar, von Politik und Polizei über Frauenfeindlichkeit, Trauungen und den nervigen Typen den jede*r kennt bis zum Einkaufswahn und der Mobilität. Vorallem „Bike Punx“ gefällt mir, da erkenne ich mich mit meinem Bike ja so ein bisschen wieder. Wobei ich an roten Ampeln natürlich immer halte und ich auch keine SUVs anzünde, nee da kann man im Windschatten viel schneller durch die Stadt rasen.
Fazit: Ein gutes Album mit fast 30 Minuten Spielzeit, wobei man auf den zwölften „Remix“ Song auch verzichten hätte können, vielleicht auch hätte sollen.



