1989, was ist in diesem Jahr passiert?
Die Mauer ist gefallen
George Bush wird 41. Präsident der USA
Bundespräsident Richard v. Weizsäcker begnadigt die RAF-Angehörige Angelika Speidel
und
STRUNG OUT gründen sich.
35 Jahre und 10 Alben später bringen STRUNG OUT ihr 11. Album heraus, welches auf den Namen “Dead Rebellion“ hört. Da kann der Albumtitel fast schon als eine Art Fazit der letzten 35 Jahre gelten.
Was hat sich geändert?
Welche Siege wurden errungen?
Nun, ich will nicht alles schlecht machen und man muss ja sagen, einiges ist durchaus besser geworden, aber die Verhältnisse haben sich im Großen und Ganzen nicht geändert und auch die alte Hupe Kapitalismus lebt noch.
Die Texte der zwölf Songs sind mitnichten eine Abrechnung. Sie sind vielmehr ähnlich wie vor 10, 15, 20 Jahren.
Es geht immer noch um ein selbstbestimmtes Leben.
Es geht immer noch um ein gewisses Maß Anders Sein als die anderen Menschen.
Es geht immer noch um die Liebe und was sie mit uns macht
Es geht immer noch um die Ketten die uns umgreifen (wollen)
Die Band macht den Eindruck als ob sie noch nicht satt ist. Als ob immer noch Wut im Bauch und Hunger in der Seele ist. Da ist noch Leben was gelebt werden will.
Musikalisch ist sich die Band auch mehr als treu geblieben.
Es ist diese einzigartige Mischung, die STRUNG OUT von Anfang an gespielt hat und die stilprägend war. Punkrock, gepaart mit Metalriffs, jeder Menge catchy Melodien, Chören und jeder Menge Eingängigkeit. Sie haben ihren Stil perfektioniert. Das hört man auf diesem Album, welches in den leisen Momenten vielleicht sogar etwas wehmütig, ernüchtert klingt. Da blitzt dann die Lebenserfahrung durch.
Insgesamt ist dieses Album immer noch eine Wucht und zeigt warum STRUNG OUT immer noch so wichtig sind. Sie sind immer noch da und sie machen immer noch Spaß.




