Bereits 2018 hatte die AfD in einer kleinen Anfrage eine lange Liste unsinniger Fragen gestellt, die einzig zum Ziel hatten, das Resist To Exist Festival zu diskreditieren. Damals kam dabei nichts heraus, doch für dieses Jahr greifen scheinbar die örtliche SPD und CDU den letzten Punkt (warum ausgerechnet 18?) der Anfrage auf:
"18. Wurde für die Veranstaltung im Jahr 2019 bereits die erforderliche Baugenehmigung beantragt und genehmigt? Falls (noch) keine Genehmigung erteilt wurde, warum nicht?"
Nachdem das Festival also drei Jahre problemlos durchgeführt werden konnte, verlangen der Leiter der Baubehörde von der CDU und der SPD-Landrat plötzlich eine Baugenehmigung für die Bühnen und Zelte auf der Wiese, die für drei Tage zum Veranstaltungsort umfunktioniert wird. Diese konnte der Veranstalter Alterati e.V. nicht einreichen, weshalb das Festival, welches vom 2. - 4. August mit Acts wie The Casualties und Atari Teenage Riot stattfinden sollte, nun in dieser Form wohl nicht mehr machbar ist. Eine Gerichtsverhandlung ging bereits gegen das Resist To Exist aus, jetzt zieht man vor das Oberverwaltungsgericht.
Als Plan B, wenn man sich vor Gericht nicht noch erfolgreich durchsetzen kann, wurde die Veranstaltung nun gemeinsam mit ein paar Schaustellern als Spezialmarkt mit volksfestartigem Charakter angemeldet. Doch auch die Festsetzung als Spezialmarkt lehnte der Bürgermeister (CDU) der Stadt Kremmen bereits mit der Begründung ab, dass es sich bei der Veranstaltung nicht um ein Volksfest handle. Nun bleibt nur noch die Hoffnung, dass die DIY Veranstaltung sich in irgend einer Form noch schnell gegen diesen Amtsschimmel durchsetzen kann.




