Oire Szene Blog geschlossen

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Oire Szene Blog geschlossen

Datum
14.09.2010
Autor
aaaaaprvdgrwwelt
5 Kommentare
Schnell haben es die Betreiber des Oire Szene Blogs auf einen enormen Bekanntheitsgrad mit bis zu 8.000 Besuchern täglich geschafft. Kein anderes deutschsprachiges Blog informierte so regelmäßig und derart ausführlich über die rechtsoffene Skinhead- und Punkszene, auch wenn man damit manchmal etwas über das Ziel hinaus schoss. Dass man sich damit wenige Freunde macht dürfte klar sein. Heute kapituliert die Redaktion vor den Anfeindungen, teils rechtlicher Art, laut dem offiziellen Statement sicherlich nicht zuletzt vor dem Aufwand einer ewigwährenden Aufklärungsarbeit für eine Szene, die sich häufig gar nicht aufklären lassen möchte.

Das letzte Statement auf oireszene.blogsport.de:
Nun haben wir fast 2 Jahre lang durch­ge­hend von den Ab­grün­den der rechts­of­fe­nen Grau­zo­ne und dem gan­zen Rechts­rock­spek­trum be­rich­tet und müs­sen nun lei­der erst­mal den Be­trieb un­se­rer Blog­sei­te ein­stel­len. Das Thema Grau­zo­ne hat sich in den letz­ten 2 Jah­ren im Sze­ne­dis­kurs schein­bar als so wich­tig her­aus­ge­stellt, dass wir in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten fast durch­ge­hend den ers­ten Platz bei blogsport.​de be­leg­ten. Stel­len­wei­se be­such­ten die­ses Seite bis zu 8000 (!) Leute pro Tag. Wir den­ken, dass wir als Re­dak­ti­on einen enorm wich­ti­gen Bei­trag ge­leis­tet haben, damit das Thema Grau­zo­ne nicht eine Ein­tags­flie­ge bleibt, son­dern die Pro­blem­sen­si­bi­li­sie­rung dafür in weite Teile der Skin­head-​ und Punk­sze­ne und auch dar­über hin­aus nach­hal­tig vor­ge­drun­gen ist. Wir kön­nen und wol­len aber als Re­dak­ti­on nicht die Ar­beit leis­ten, die die ge­sam­ten eman­zi­pa­to­ri­schen sub­kul­tu­rel­len bzw. wi­der­stän­di­gen Sze­nen hier­zu­lan­de leis­ten müss­ten, um auf diese The­ma­tik in der ent­spre­chen­den Art und Weise zu re­agie­ren. Au­ßer­dem sehen wir uns auf­grund mas­si­ver recht­li­cher Schrit­te von Sei­ten der „Kra­wall­brü­der“, „Stom­per 98″, „Volx­sturm“ u.a. Bands und La­bels nicht mehr in der Lage den Blog in einer ver­nünf­ti­gen Art und Weise wei­ter zu be­trei­ben. Wenn letzt­end­lich die Macht der An­wäl­te über das ent­schei­det, was wir auf die­sem Blog noch schrei­ben dür­fen, dann sehen wir uns ge­zwun­gen eben an­de­re Wege zu gehen… Ver­gesst nicht, was wir in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten ge­schrie­ben haben und ar­bei­tet mit den In­for­ma­tio­nen im Sinne des D.I.Y.-​Prin­zips wei­ter. Es gibt tau­send Mög­lich­kei­ten selbst etwas gegen die Un­ter­wan­de­rung un­se­rer Sub­kul­tu­ren durch die rech­te bzw. rechts­of­fe­ne Szene zu ma­chen: Or­ga­ni­siert Kon­zer­te, schreibt Fan­zines oder Blogs, grün­det Bands, La­bels, Ver­sän­de etc. oder denkt euch ein­fach etwas kom­plett Neues aus! In die­sem Sinne dan­ken wir un­se­rer treu­en Le­ser_in­nen­schaft! Keep on figh­ting! Fight back the grey­zo­ne! Smash the RAC!
bauar 15.09.2010

gut so...endlich ist die virtuelle bildzeitung für...ja für wen eigentlich,weg.hätten schon spätestens nach dem OHL bericht mit dem nachsatz "nazipunks fuck off!" schliessen sollen.aber kann mir mal einer erklären wat dat photo mit dem amibullen mit glatze in dem zusammenhang ausdrücken soll?

aaaaaprvdgrwwelt 15.09.2010

aber kann mir mal einer erklären wat dat photo mit dem amibullen mit glatze in dem zusammenhang ausdrücken soll?
Das war gestern noch im Blog zu dem Abschieds-Post. Habe es mir von dort entliehen. Ich denke mal, dass sie damit auf die rechtlichen Konsequenzen anspielen, die sie jetzt so sehr fürchten dass sie zu machen. Hätten die das vernünftig aufgezogen, würde überhaupt kein Anwalt die Verantwortlichen finden. Naja, was an dem Statement so dran ist...

knox 16.09.2010

gestern morgen war der blog für mich schon nicht mehr zu öffnen

CaptainAndy 19.09.2010

Ich fand den Blog auch jenseits von Gut und Böse. Wer so ein Bildzeitungsquatsch verzapft und sich dann anmaßt für "unserere" oder wessen Szene überhaupt zu sprechen ist indiskutabel.

fogl 23.02.2013

die ham auch oft genug bands in diese ecke gedrängt, die da nun wirklich nichts zu suchen haben. 
 

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