Mit seiner Band Daily Terror hat sich Pedder sicher in die Geschichtsbücher des Punks eingeschrieben. Auch wenn in den letzten Jahren mehr von dem Kleinkrieg mit seinen Ex-Bandkollegen und der Abspaltung derer zu den Daily Terroristen zu hören war als von musikalischem Output schaffte er es, sich mit neuen Musikern wieder hochzurappeln. Was ihm letztendlich nicht gelang war, seinen ausschweifenden Lebensstil zu ändern. Und so kam es, wie ihm schon von vielen prophezeit wurde, Peter Teumer wurde am Ostersamstag, dem 11. April Opfer des Alkohols und Nikotins, welches er tagtäglich in wohl nicht unerheblichen Mengen konsumierte. Drei Bypässe überstand er noch, der Lungenkrebs und ein Gehirntumor mit blutigen Metastasen waren letztendlich stärker als das Urgestein des Punkrocks. Bis zum Schluss blieb Pedder seiner Musik treu, noch vor knapp einem Monat stand er in der
Chemiefabrik Dresden auf der Bühne.
Da ruft sich mir die
Diskussion hier auf p-u-n-k.de ins Gedächtnis, als Pedder vor sehr genau zwei Jahren persönlich Stellung zu den Gerüchten über sein Ableben nahm. Zur Klärung einiger Verwirrungen führte ich selbst ein längeres Telefonat mit ihm, in dem er sich durchaus als netter Zeitgenosse herausstellte. Im übrigen bis heute die einzige Person, die ich nicht persönlich kennen gelernt habe, aber trotzdem einem Telefonat zugestimmt habe. Jetzt handelt es sich leider um kein Gerücht mehr, R.I.P. Pedder.
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