
Das Cover des zweiten Albums der französischen Band BURNING LADY scheint von dem bekannten Poster inspiriert zu sein.
Seit 8 Jahren gibt es die Band aus Lille. Mit ihrem zweiten Album, welches auf Concrete Jungle Records erscheint, verbinden sie auch eine Tour. In Kürze sind sie auch bei uns unterwegs. Und ich weiß schon jetzt, da geh ich hin!
Warum?
Darum, heißt es bei der aktuellen Werbung bei Aldi.
Na gut, ich sage euch warum.
Weil die Band geil ist!
Die drei Jungs bringen mit Sophie am Mikrofon einen Sound rüber der es in sich hat.
Wer die Berliner Band Johnnie Rook kennt, der wird BURNING LADY sehr mögen. Es scheint mir sogar, dass BURNING LADY die französische Antwort auf die Band Johnnie Rook, um die es leider in letzter Zeit still geworden ist, sind.
Extrem schnell, extrem melodiös und eine Frau die wirklich singen kann.
Sophie hat zwar manchmal ihre Probleme ihre voluminöse Stimme gegen die Jungs zu behaupten, besonders wenn die schnellen Parts sie fast zu überholen drohen. Dann ist es an der Grenze zum Kreischen. Man hört das da die Stimme an ihre Grenzen kommt.
Im Großen und Ganzen schafft sie es aber gut, sich zu behaupten und die Texte sogar einigermaßen verständlich ins Mikro zu singen.
Textlich bewegt sich die Band im bekannten Textkreis des Punkrock, bringt aber durchaus ihre eigene Note mit rein. Songs wie “Right-thinking Punks“,“Don´t fight the wrong battle“ oder “Nightmares comes true“ sagen vom Titel schon wo es langgeht undsollen hier nur einige Beispiele sein.
Die 12 Songs sind abwechslungsreich, jedoch alle im ähnlichen Stil gehalten. Die Band schafft es jedoch jedem einzelnen Song etwas Einzigartiges zu geben, so dass das Hören des Albums nicht langweilig wird. Auch nach 20 Mal nicht.
Der einzige Schönheitsfleck ist vielleicht die in manchen Teilen zu glatte Produktion. Es kommt mir so vor, als wollte man das treibende Schlagzeug technisch bändigen. Dies geht nicht zu Lasten der Eingängigkeit aber zu Lasten der Rotzigkeit. Mir persönlich hätte es noch besser gefallen, wenn die Aufnahme nicht so glatt wäre. Die Band mag live anders klingen, davon muss ich mich jedoch erst überzeugen.
Alles in Allem ist “The Human Condition“ von BURNING LADY jedoch ein Album was aus der Masse positiv heraussticht. Im Promozettel werden Rancid oder Deadline als Referenzen genannt. Dies passt gut. Deadline noch besser als Rancid, wobei, wie gesagt, der Sound mich sehr an Johnnie Rook erinnert und wer diese Band mag, oder auch Deadline, der wird mit BURNING LADY eine neue Lieblingsband bekommen.
Für die Freunde der erdölhaltigen Klangplatte, diese gibt es in einer Größe von 12“ in limitierter Form und in Farbe.



