
Berlin ist aber auch eine Stadt mit eigenen Gesetzen, Regeln und Trends.
So wird es Hippster bestimmt nicht auf dem Land geben. Zumindest nicht solche wie in Berlin, denn diese sind nur in der Großstadt überlebensfähig. Und selbst da hat der gemeine Hippster Feinde.
Warum ich über Hippster hier schreibe ? Weil das meine ersten Gedanken waren beim Hören des Debüts von VAL SINESTRA.
VAL SINESTRA haben sich 2011 gegründet. Die Bandmitglieder haben schon in anderen Bands gespielt, u.a. ist Chrü dabei der schon bei der Berliner Skapunk-Band Delikat gespielt hat und seit Jahren in Berlin immer wieder auf den Bühnen der Stadt zu sehen ist.
Drei Jahre hat sich die Band mit ihrem Debüt Zeit gelassen.
Die sechs Songs die es nur auf Vinyl oder als Download gibt geben klar vor, was die Band macht und wo sie steht. Hier hat eine Band tatsächlich ihren Weg schon gefunden.
Der Weg besteht aus einer ordentlichen Portion Hardrock gewürzt mit Indiesound, ordentlichem Gitarren-und Bassspiel und einem Gesang der irgendwo zwischen Screamo, Emo und Indie sein zu Hause hat.
Zusammengefasst ist der Sound hardrocklastiger Indie-Hippster-Sound. Vielleicht ist da auch irgendwo noch eine Punkattitüde aber die lässt sich nur erahnen. Wären die Bandmitglieder Anfang zwanzig würde ich sagen, die Jungs müssen mit ihrem Weltschmerz fertig werden. Musik ist allemal besser als eine Therapie.
Jedoch, das sind sie nicht.
So sind VAL SINESTRA eine Band die einen Sound spielt der momentan sehr im Trend liegt. Da passt auch der deutsche Gesang gut zu. Es mag sicherlich Bevölkerungsschichten geben die diese Band in ihr Herz schließen werden.
Ich werde das nicht sein.
Ich gehöre nicht dazu.


