Der junge Elvis Presley hat damals auch seiner Mama ein Lied geschrieben, und der kannte sich aus. Da endet auch schon der gewagte Vergleich mit JACK's RESIDENCE, denn nach einem Blues-Intro geht es über vier Minuten lang wesentlich härter zu. Die ganzen Rock- und Roll-Vergleiche sind zugegeben einigermaßen überstrapaziert, aber hier sind sie so zwingend wie ein gestiefelter Arschtritt. Eine dicke, brummende Gitarre verortet das ganze im aktuellen Jahrtausend, ein Bass wie ein sich aufbäumender Mustang füllt den Sound schon fast im Alleingang und der Drummer haut schön auf die eins. Böse Buben rechnen mit Mama ab, bedienen dabei gekonnt die Traditionellen Stilmittel und zeigen, wie man diese zu einer zeitgemäßen Attacke auf die Gehörgänge verarbeitet. Dass die Schweden sich bei alledem nicht übertrieben ernst zu nehmen scheinen, macht sie nur sympatischer. Klarer Fall, dieser Acker ist schon oft gepflügt, aber wer es so drauf hat, darf das gern auch mal eine Ernte einfahren. Reinhören, reinschauen, bei Gefallen kaufen und abwarten, was aus dem Norden noch so kommt!
Diese Website verwendet ausschließlich technisch notwendige Session-Cookies (für den Redaktionsbereich und optionale Benutzerkonten). Es werden keine Tracking- oder Analyse-Cookies eingesetzt.
Datenschutzerklärung →