Bei den ersten Akkorden des Albums musste ich irgendwie unwillkürlich an Hole und Courtney Love denken. Obwohl der Sound doch eigentlich anders ist, ließ mich das Gefühl während des ersten Songs nicht ganz los. Irgendeinen Hole-Song gibt es, der sich ziemlich ähnlich anhört.Die Barb Wire Dolls machen Punkrock mit Frauengesang und werden momentan ziemlich hochgejubelt, deshalb musste ich bei dem Angebot für das Review zusagen. Ich muss sagen ganz unberechtigt sind die Lorbeeren nicht. Das Album ist fett produziert, sollte man aber auch erwarten, da es von Steve Albini aufgenommen wurde. Insgesamt ist alles ziemlich stimmig, ordentlich gezerrte Gitarren, der Gesang abwechslungsreich, mal gesungen, mal geschrien. Die Sängerin hat´s auf jeden Fall drauf und eine ziemlich breite Stimmfarbe (an einigen Stellen klingt sie zum Beispiel wie Patty Smith). Andere Sachen gefallen mir aber nicht so gut, etwa der Song „Devil´s Full Moon“, der teilweise doch zu sehr an die Guano Apes erinnert und zwar nicht nur wegen des Frauengesangs, sondern vor allem auch wegen des crossovermäßigen Sounds. Im Refrain von „World on Fire“ hört man ein wenig die Melodie von Michael Jackons „Give in to me“ raus, ob das Absicht war, weiß ich nicht. Vielleicht sind es solche Parts, die diese Band so populär machen, gelegentlich eingängige Melodien, die aber mit einem eigenen Charme verarbeitet werden und so den Leuten etwas Neuartiges bieten. Demgegenüber stehen dann aber auch wieder Lieder mit etwas mehr Geballer, die dann wieder andere Leute ansprechen. Auf dem Album findet sich für jeden Punkrocker etwas, deshalb gibt’s von mir logischerweise eine Kaufempfehlung, auch wenn die meisten Songs für mich doch etwas kürzer sein könnten.

Review
Barb Wire Dolls
Slit
- Genre
- CD
- Label
- Darla Records
- Datum
- 22.02.2013
- Autor
- DJ Zündapp
8
/10
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