Das Cover des Comic sprach mich sehr an – ein eigener Stil und recht dreckig, aber nicht billig. Ich finde, es ist ein Kunstwerk und ich würd's mir in mein Zimmer hängen. Ich war sehr gespannt auf die Handlung.
Beim Lesen erkannte man aber recht schnell, dass es ein Independent Comic ist. Die Zeichnungen sind nicht immer perfekt, wobei mir dieser Stil trotzdem auch im 22seitigen Heft gefiel. Jedoch finde ich die Handlung etwas zu komplex für so wenig Seiten. Teilweise tat ich mir ein wenig schwer, diese auch nachzuvollziehen, bzw das was sich der Künstler Steven Grau dabei dachte.
Ein Fischer fährt jeden Tag mit seinem Sohn auf seinem kleinen Mini-Motorboot raus zum Fischen. Dies wird aber immer schwerer, weil die Großkonzerne mit ihren riesigen Schiffen alles kaputtfischen. Soweit so klar. Der Vater bekommt so eine Wut auf die Konzerne, da er seine Familie nicht mehr ernähren kann. Somit setzt er seinen Sohn an Land ab und fährt nochmals raus, um sich gegen ein großes Schiff zu stellen. Es kommt wie es kommen muss – der Vater wird überfahren und getötet. Sein Sohn möchte ihn daraufhin rächen und jagd eine Bohrinsel in die Luft worauf er bemerkt, dass durch das ganze Öl, welches in das Meer gelangt alles nur noch schlimmer macht...
Als Kritiker behaupte ich, dass man die Story noch viel besser ausschmücken hätte können und einen eindeutigeren Zusammenhang zwischen Überfischung und „Bohrinselverpestung“ herstellen hätte können. Dennoch habe ich immer respekt davor, wenn ein Hobbyzeichner einen Comic fertigstellt und veröffentlicht. Für 4€ kann man das schon unterstützen (oder muss man fast) und den Comic mit seinen Kanten und Ecken einmal lesen - Setzt der Comic seinen Fokus schließlich auf ein wichtiges Thema!




