HANCOX ?!
Häh?
Nie gehört!
Wirklich nicht? Sagen dir Guana Batz was?
Hinter HANCOX verbirgt sich kein geringerer als der Sänger der Psychobilly - Legende Guana Batz. Dieses Album hat er unter seinem Namen veröffentlicht, allerdings ist es keine Solo-Platte. Neben seiner Wenigkeit hat Hancox noch Johnny Bowler von Guana Batz in den Proberaum geholt und mit zwei weiteren Kollegen wurde die Band komplettiert.
Es ist also nicht ganz verwunderlich, dass die dreizehn Songs an GUANA BATZ erinnern, wobei so viel Eigenständigkeit zu hören ist, dass es hier tatsächlich eine ganz eigenständige Platte und ein ganz eigenständiges Projekt ist.
Die Wurzeln des Psychobilly sind natürlich zu hören, wie z.B. in “Black Door City“. Ein genialer Song und ein tanzbarerer obendrein.
Andere Töne werden z.B. bei “London Streets“. Dieser Song hat zwar seine Wurzeln auch im Psychobilly geht aber streckenweise schon fast in die (Cold)-Wave-Ecke. Ein interessantes Stück Musik.
Der vierte Song des Albums, welcher auf den Namen “Sally“ hört, erinnert vom Gesang an Church of Confidence aus Berlin (eine der wahrscheinlich am stärksten unterschätzten Punkbands). Uli, Sänger von Church of Confidence, könnte den Gesangspart bei diesem Song kaum besser gesungen haben. Fast eine Stimmenkopie.
Die dreizehn Songs bieten eine große Mischung an Stilen und zeigen, dass HANCOX das machen auf was sie Lust haben. Szenebeschränkungen und Genregrenzen sind unbekannt.
Es wird gemacht, was gefällt und was Feuer im Arsch hat.
“Vegas Lights“ hat ein bisschen was von allem und ist als Gesamtwerk eine außergewöhnliche Veröffentlichung. Es wird den genrebeschränkten Menschen sicher nicht gefallen, aber alle die sich durch die Szenepolizei nicht einengen lassen und auf ordentlichen Krach stehen, werden mit HANCOX ihre helle Freude haben.




