AIMEE CARES – Her Golden Age

Review

AIMEE CARES

Her Golden Age

Genre
CD
Datum
08.05.2008
Autor
Christian
5 /10
Da komme ich vor ´ner halben Woche nichts Böses ahnend nach Hause und sehe einen Riesenbriefumschlag aus dem Briefkasten hängen. Bevor ich mich mit Nanu?-Blick fragen kann, woher der denn käme, sehe ich es auch schon in Form der Absenderecke. RamTatTa. Oh je, es gibt Arbeit, die ich gar nicht bestellt hab. Gleich 3 CDs, die scheinbar keiner zum Besprechen haben wollte. Na gut, her damit. Hab gerade eh kaum Zeit, warum nicht auch noch drei Veröffentlichungen von Bands besprechen, von denen ich noch nie etwas gehört habe? Erst einmal einen schnellen Überblick verschaffen, was denn da auf mich zukommt. Proberaumgemosche oder Studioaufnahmen? Nischenmetal oder 5-Minuten-Rock? Als ich AIMEE CARES als zweite CD in die Anlage werfe, ist mein erster Eindruck: Hmm, das lässt mich zum Beispiel kalt. Zeitgleich sagt meine Exfreundin (jetzt Ehefrau): Also das gefällt mir! Da haben wir es wieder, warum wir so selten zusammen auf Konzerte gehen. Aber was heißt das jetzt für das Album von AIMEE CARES? Also Einigkeit herrscht auf jeden Fall schon einmal darüber, dass zehn Songs auf dem Album sind, die im Schnitt dreieinhalb Minuten lang sind. Hab mir die CD jetzt ein paar Mal angehört. Ist halt sauber produzierter und ordentlich aufgenommener Alternative Rock mit einer Sängerin, die ein wenig an Skunk Anansie erinnert. Ich selber kann mit Alternative Rock nicht so viel anfangen. Das Album hier ist sicher nicht schlecht für Leute, die zum Beispiel die, eben angesprochenen Skunk Anansie gerne hören. Die Sängerin kann singen und tut dies nicht gerade in den höchsten Stimmlagen, was bei Freunden von eher etwas tieferen, nicht allzu schrillen Frauenstimmen auf jeden Fall gut ankommen sollte. Ach ja, den Bass zupft sie übrigens auch noch. Die Jungs an den anderen Instrumenten tragen mit ihrem Talent ihr übriges dazu bei, dass hier ein mehrschichtiger und druckvoller Klangteppich entsteht, der es in seinen sanfteren Momenten durch kleine aber feine Synthesizer-Spielereien zu verstehen weiß, den Zuhörer nicht zu langweilen. Für Fans von Skunk Anansie oder Die Happy sehe ich hier auf jeden Fall keinen Grund, sich nicht mit diesem Album zu beschäftigen. 5 Punkte von mir. Vermutlich mehr von meiner Frau.

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