Das letzte Album von FAKE NAMES erschien 2023 und wurde von mir bereits für ramtatta.de besprochen. Der Link zur Review des Albums “Expendables“ ist hier:
https://ramtatta.de/reviews/9658/fake-names-expendables
Nun, gut 3 ½ Jahre später kommt mit “Punk Ruins“ das dritte Album der Band heraus. In der Band gab es einen Besetzungswechsel. Am Schlagzeug sitzt nun Mario Rubacalba der kein unbeschriebenes Blatt ist und so setzt sich die Band weiterhin aus Mitgliedern zusammen, die allesamt erfahren sind und aus Combos wie Minor Threat, Bad Religion, Refused, Girls against Boys oder Rocket from the Crypt stammen.
Wie beim letzten Album auch, könnte man meinen, hier kommt richtig viel Energie auf die Bühne. Wie beim letzten Album lässt sich sagen, ja, aber…
Die Band zeigt auf diesem Album, dass sie nach wie vor ein Händchen für Melodien und Songwriting haben. Die zwölf Songs hören sich alle gut an und machen Spaß.
Nur leider bleibt nicht all zu viel hängen.
Es ist ein bisschen so wie ein schöner Abend in der Kneipe, wo neben guten Leuten auch gute Musik läuft. Man fühlt sich wohl und hat Spaß und geht zufrieden nach Hause. Vielleicht fragt man sich, wer all die Bands waren, die an dem Abend gespielt worden sind. Man lobt die Setliste. Man fragt aber nicht am nächsten Tag nach, denn da ist nichts konkretes mehr im Kopf (und das hat nichts mit Alkohol zu tun).
Stilistisch sind FAKE NAMES rockiger als auf “Expendables“ unterwegs. Die Brit-Pop-Einflüsse die ich auf dem Album aus 2023 noch gehört habe, sind rockigeren Einflüssen gewichen. Generell ist schon mehr Druck in den Songs.
Das Ding rockt, ohne Frage.
Das Ding kickt, ohne Frage.
Nur, was bleibt?
Insgesamt mir etwas zu wenig um richtig begeistert zu sein. Im Anbetracht des Alters der Bandmitglieder ist es standesgemäß trotzdem Respekt zu zollen. Wo viele Bands mit zunehmenden Alter langsamer werden, drehen FAKE NAMES etwas auf. Das ist mehr als lobend zu erwähnen.
FAKE NAMES ruinieren nicht den Punk. Es ist auch kein Abgesang. Es ist Musik von der älteren Generation für die ältere Generation. Dagegen ist nicht viel zu sagen, schließlich bin ich auch keine 30 mehr.




