MASSENDEFEKT – MASSENDEFEKT

Review

MASSENDEFEKT

MASSENDEFEKT

Genre
CD
Label
MD Records
Veröffentlicht
11.09.2026
Datum
02.09.2026
Autor
Frank
8 /10

Dass es die Band schon einige Jahre gibt war mir durchaus bekannt, aber MASSENDEFEKT sind immer ein wenig an mir vorbei gegangen.

In diesem Jahr feiert die Band ihr 25jähriges Jubiläum und da kann ich mich dann doch mal näher mit der Band befassen.

Die Band startete mit Wölli von Die Toten Hosen und erreichte damit auch schnell regionale und überregionale Bekanntheit. Sie spielten als Vorband von AC/DC und natürlich auch vor Die Toten Hosen.

Ihr neues Album, es ist ihr zehntes, hört auf den Bandnamen, also Massendefekt. Die Musik spricht für sich selber, kann man meinen.

Ist das so?

Das Album mit seinen zwölf Songs ist extrem gut aufgenommen. Alle Instrumente sind gut zu hören und der Gesang ist so weit vorne, wie es bei deutschsprachigem Punkrock sein muss. Moment Mal, Punkrock?

Ja, MASSENDEFEKT spielen durchaus Punkrock. Nicht den knüppelharten Punk, nicht den Punk voller Hass aber durchaus Punk. Für Rock ist das Album zu schnell und zu rotzig.

Gleich Song Nummer 2, welcher auf den Namen “Brandung“ hört, ist ein wichtiger Song, der allen Menschen “Danke“ sagen will, die in diesen Zeiten noch Charakter haben und nicht jedem Mist sofort hinterherlaufen. Der Fels in der Brandung.

Für viele ist das die Partnerin oder der Partner oder der Freund oder die Freundin.

Für viele ist es aber auch die Musik, die Kraft gibt und die Mut macht. In diesem Sinne, “Danke“ an MASSENDEFEKT.

Wir sind zwar älter geworden, aber nicht unbedingt weise, wie die Band dann im nächsten Song singt.

 Ich brauch nur 20 Minuten um es zu versauen

und nochmal 20 Jahre um alles aufzubauen.

Der erste Hit ist dann “Revolution x Alltag“. Ein Song den jeder aber auch wirklich absolut jeder von uns zumindest einmal schon gesungen hat. Manche singen ihn seit Jahren und fühlen sich sogar noch gut dabei. Was ist geworden aus den alten Idealen und den Ideen?

Bei dem Song gibt es sogar Bläser und mitsingen wie im Stadion kann man auch.

Das mit dem Stadionrock, da sind MASSENDEFEKT für mich auf einem Seil unterwegs. Man hört, dass sie auf Stadionrock Bock haben es jedoch nie überstrapazieren, wie manch andere Bands.

MASSENDEFEKT sind “Voll daneben, halb o.k.“. Eben irgendwo zwischen den Hosen und dem Punkrock im AK47.

Gunnar von Dritte Wahl singt dann auch noch bei “Unbedingt verpassen“ mit, was stilistisch passt.

Auf dem Album verarbeitet die Band sich selber, das Alter und das Leben. Alles mit passendem Humor und ordentlich Druck nach vorne. Das macht durchweg Spaß und wird live sicher auch das Publikum begeistern.

Mich begeistert am meisten der Song Nummer Sieben. Vielleicht der persönlichste und tiefgreifendste Song des Albums. Wer das im Lied Besungene einmal erlebt hat, wird mir zustimmen. Der Titel des Liedes lautet “Papageientaucher“. Was diese kleinen Clowns der Meere in ihrem Leben leisten und wie sie sich aufopfern, dass ist sagenhaft und faszinierend. Danke für diesen Song!!

Bilder 1 Bild
cover Massendefekt - Massendefekt
cover Massendefekt - Massendefekt
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