SOCIAL DISTORTION – BORN TO KILL

Review

SOCIAL DISTORTION

BORN TO KILL

Genre
CD
Label
Epitaph / Indigo
Datum
31.05.2026
Autor
Karsten Conform
9 /10

Als wären die 15 Jahren zwischen ihren 7ten Album „Hard Times and Nursery Rhymes“ und Nr. 8 „Born to Kill“ überhaupt nicht dagewesen, Mike Ness und seine Social Distortion geben Punk – Rock`n`Roll Gas wie eh und je. Unverwüstlich wie ein Tiger oder wie im „Born to Kill“ Fall, wie ein Leopard, der auf dem Cover abgebildet ist.  

Schon der Titeltrack „Born to Kill“ ist ein Ohrwurm wie er im Buche steht, dabei ist an dem Titeltrack und den 10 weiteren Songs überhaupt nichts auffälliges oder besonderes, einfacher, schlichter, eingängiger Punk`n`Roll, mit ein paar Gitarrensolis aber das war`s auch schon. Hier sind es Mike Ness Texte, seine Stimme und der stimmliche Ausdruck, die den 11 Songs einen unverkennbaren Charakter geben.

Bestes Beispiel gleich im ersten Song: „I'm the underdog who ends up on top, the rebel poet with a peacock strut, gonna make a change, gonna rearrange, look out, man, you're in my pissing range!“ (aus „Born to kill“).

Mit „No Way out“ als zweiten Song gibt´s den nächsten Hit auf dem Album, den Mike in den vergangenen 15 Jahren geschrieben hat. Und diese 15 Jahre waren nicht einfach für ihn, so hatte er u.a. eine lebensbedrohliche Erkrankung und trotzdem hat der fast 40 Songs geschrieben und die besten davon haben es auf das Album geschafft. So wie „The Way things were“, mit dem man jedes Herz brechen kann, ein Punk`n`Roll-Lovesong, der alles andere als eine Schnulze ist. Auch in den folgenden Songs „Tonight“ und „Partners In Crime“ geht es um die große (verflossene) Liebe.

Und so ziehen sich die 11 Songs über die Liebe und Freude, den Gefühlen und Schwierigkeiten, den Außenseiter und Kämpfern, wie ein nie endender breiter Federstrich, über die 45 Minuten von „Born to Kill“. Und jeder Song geht tief ins Herz, bringt die Beine in Bewegung, lässt den Kopf wippen und man hat nur einen Wunsch: Wann ist das nächste Social Distortion Konzert ?

Und da kommen auch schon meine 2 Probleme:
43 Jahre ! Nein das ist nicht das Durchschnittsalter der Band, nein vor 43 Jahren veröffentlichten Mike Ness / Social Distortion ihr erstes Album „Mommy’s Little Monster“. Da war Mike Ness 21 Jahre, d.h. jetzt ist er 64 Jahre, hoffentlich steht er noch lange auf der Bühne !

Und dann ist da noch dieser eine Southern Rock - Blues - Song „Crazy Dreamer“ auf der Platte, der Songs passt so gut auf das Album wie eine Gazelle unter 10 Leoparden, im wahrsten Sinne des Wortes. Selbst der Coversong von Chris Isaaks „Wicked Game“ aus dem Jahr 1989 passt besser auf das Album.

Fazit:
9 Songs die einfach der Hammer sind !!!! Kaufpflicht !!! (und wenn „Crazy Dreamer“ kommt, einfach ein Song weiterspringen bzw. zwei dann ist auch der Coversong raus)

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