Da fängt das Gitarrenspiel so leise an, dass ich fast dachte, meine Anlage wäre kaputt oder auch meine Ohren oder beides. Kaum, dass ich mich an den leisen Klang gewöhnt hatte, am entspannen war, brach es los.
Eine wütende Stimme brüllte mich an
Warum schaust du mich an, als hätte ich dir deine Kindheit geklaut?
RONG KONG KOMA rechnen mit “Full Moon Party“ mal eben mit der halben Menschheit im Allgemeinen und den Menschen die einem gewollt oder ungewollt nahestehen im Besonderen ab.
Die raue Gesangsstimme passt perfekt zu der Musik, die irgendwo zwischen Post-Punk, eingängigem Pop-Punk und aggressivem Indie ihr zu Hause gefunden hat. Das erinnert Hier und Da an Pascow und vor allem Love A, ist jedoch noch irgendwie mehr von der Straße bzw. vom dreckigen Hinterhof.
Und dann noch ein Song der auf den Namen “Almost Paradise“ hört und an die guten Element of Crime erinnert. Allerdings mit noch besserem Text, als es Element je geschafft hat. Sehnsüchtig und mit einem Hauch Melancholie. Das kann RONG KONG KOMA auch.
Es ist das dritte Album was die Berliner auf die Welt los lassen. Es ist vielleicht das Album was das Schaffen der Band am besten widerspiegelt. Die Aufnahme ist ungewöhnlich trocken und trotzdem klar.
Latente Aggressivität trifft Poesie.
Wow!




