CDs seien ebenso Kulturgüter wie Bücher oder Noten, für die der ermäßigte Steuersatz seit eh und jeh gilt, sagte Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände. Entscheidend für die Steuersenkung ist die Bundesregierung, die solch eine Ermäßigung der Europäischen Kommission vorlegen muss. Dort wird dann noch einmal überprüft, ob die Tonträger zu den steuerbegünstigten Kulturprodukten in der EU zählen können. Kulturstaatsministerin Christina Weiss befürwortete die Mehrwertsteuersenkung bereits.
Die Musikwirtschaft hat insbesondere durch die zahlreichen Downloadmöglichkeiten im Internet ein extremes Problem. Es gibt nur noch wenige Kaufargumente für eine handelsübliche CD. Viele User, die über einen breitbandigen Internetzugang und einen CD-Brenner verfügen, nutzen – illegal – die Downloadmöglichkeit für Musik aus dem Netz. Der riesige Erfolg von Apples iTunes bestätigt den riesigen Bedarf. Mit der veränderten Mehrwertsteuer könnten wieder Kaufanreize durch einen verbilligten Preis der Musik-CDs geschaffen werden. Der Verband sammelt jetzt auf seiner Homepage Unterschriften für die Mehrwertsteuersenkung. Hierzu öffnet sich auf der Seite http://www.ifpi.de/ ein Popup, mit dem ihr euch an dieser Aktion beteiligen könnt. Popup-Blocker müssen deaktiviert sein.




