Klar, dass er im Gerichtssaal außer ein paar Grimassen zu schneiden keine Aussage machen muss. Auch klar, dass ein Held wie er sich mit den 27 Monaten Haft, zu denen ihn jetzt ein Gericht wegen fahrlässiger Körperverletzung und Unfallflucht verurteilte total ungerecht behandelt fühlt. Ungerecht auch, dass seine ehemaligen Bandkollegen in einem öffentlichen Statement auf Distanz zu ihrem ehemaligen Freund gehen - weil er durch sein Verhalten "unsere Glaubwürdigkeit und unser Lebenswerk in Frage stellt". Oder ist es vielleicht doch endlich die gerechte Strafe für einen Menschen, der bislang davon ausging, sich ob seines Ruhms und des Geldes in grenzenloser Selbstüberschätzung alles erlauben zu können? Vielleicht findet er in der Justizvollzugsanstalt ja nun einen starken Freund, der ihn liebt so wie er ist.

1981 verpackte er seine Wut gegenüber Türken noch in widerliche Reime. Knapp 30 Jahre später macht Kevin Russell ernst. In der Silvesternacht rammt der Sänger der Böhsen Onkelz mit seinem noblen Sportwagen mit stark überhöhter Geschwindigkeit bei einem riskanten Überholmanöver den Kleinwagen zweier südländischer Jugendlicher. Statt den Beiden aus ihrem brennenden Auto zu helfen, flüchtete Russell vom Unfallort. Doch nein, trotz eindeutiger Beweise wie seinen DNA Spuren an dem ausgelösten Airbag will Russell den Wagen nicht selbst gelenkt haben. Klar, dass es dann auch keiner Reue bedarf für die schweren Verletzungen, an denen die Unfallgegner ihr Leben lang zu leiden haben.
Klar, dass er im Gerichtssaal außer ein paar Grimassen zu schneiden keine Aussage machen muss. Auch klar, dass ein Held wie er sich mit den 27 Monaten Haft, zu denen ihn jetzt ein Gericht wegen fahrlässiger Körperverletzung und Unfallflucht verurteilte total ungerecht behandelt fühlt. Ungerecht auch, dass seine ehemaligen Bandkollegen in einem öffentlichen Statement auf Distanz zu ihrem ehemaligen Freund gehen - weil er durch sein Verhalten "unsere Glaubwürdigkeit und unser Lebenswerk in Frage stellt". Oder ist es vielleicht doch endlich die gerechte Strafe für einen Menschen, der bislang davon ausging, sich ob seines Ruhms und des Geldes in grenzenloser Selbstüberschätzung alles erlauben zu können? Vielleicht findet er in der Justizvollzugsanstalt ja nun einen starken Freund, der ihn liebt so wie er ist.
Klar, dass er im Gerichtssaal außer ein paar Grimassen zu schneiden keine Aussage machen muss. Auch klar, dass ein Held wie er sich mit den 27 Monaten Haft, zu denen ihn jetzt ein Gericht wegen fahrlässiger Körperverletzung und Unfallflucht verurteilte total ungerecht behandelt fühlt. Ungerecht auch, dass seine ehemaligen Bandkollegen in einem öffentlichen Statement auf Distanz zu ihrem ehemaligen Freund gehen - weil er durch sein Verhalten "unsere Glaubwürdigkeit und unser Lebenswerk in Frage stellt". Oder ist es vielleicht doch endlich die gerechte Strafe für einen Menschen, der bislang davon ausging, sich ob seines Ruhms und des Geldes in grenzenloser Selbstüberschätzung alles erlauben zu können? Vielleicht findet er in der Justizvollzugsanstalt ja nun einen starken Freund, der ihn liebt so wie er ist.



