Sechsunddreißig Jahre. Tausende verschwitzte Bühnen, drei Generationen vor den Boxen – und dann ein Satz, der klingt wie ein Schwur, eine Trotzansage und ein Versprechen zugleich: „Wir fangen jetzt erst an!“
Betontod, Deutschlands dienstälteste Straßenpunk-Hymnenschmiede, legen mit ihrem neuen Album das vor, was sie selbst als die emotionalste Platte ihrer Karriere bezeichnen. Und selten hat eine Band diese Worte mit so viel Leben gefüllt.
Wer die Band für ihre stadiontauglichen Mitgröl-Refrains und ihre kompromisslose Haltung liebt, bekommt auch hier die volle Breitseite Punkrock. Doch dieses Mal schwingt etwas mit, das tiefer geht. Die vergangenen Jahre haben Spuren hinterlassen – als Musiker, vor allem aber als Menschen. Zwischen druckvollen Gitarren und hymnischen Chören entstehen Momente von bemerkenswerter Offenheit. Es sind Songs über Verlust und Hoffnung, über Freundschaften, die ein Leben lang tragen, über Abschiede, die nie ganz zu begreifen sind, und über die Kraft, trotzdem weiterzugehen. Betontod erzählen nicht von oben herab. Sie erzählen aus einem Leben, das sie selbst erlebt haben.
Die dritte Single „Eine letzte Runde“ aus dem Album „Wir fangen jetzt erst an“ spricht ein heikles Thema an. Was tun, wenn die letzte Runde eingeläutet wird. Jeder kennt diese Momente, in denen wir einfach nur weiterfeiern möchten, diese kostbare Zeit mit guten Freunden endlos werden zu lassen. Ein Konzert, ein Kneipenbesuch, oder einfach nur ein schöner Tag am Strand mit den Liebsten, all das sollte nie enden, weil das die Momente sind, an die wir uns erinnern, die uns durch die dunklen Zeiten tragen. Darum lasst uns nochmal in die Arme nehmen und „Eine letzte Runde“ genießen! Link zum Video:
https://youtu.be/TjHyad70AnA
Als vierter Song wurde mit „Für Dich“ ein Liebeslied für den Menschen veröffentlicht, der bleibt, der unsere Fehler kennt und trotzdem an unserer Seite steht. Pures Chaos, einfach in den Tag leben und mit sich selbst im Reinen und dann passiert das, was alles verändert. Man trifft den einen Menschen, der in der Lage ist, alles auf den Kopf zu stellen, die Uhren auf Null zu stellen. Keine Chance sich dem zu entziehen auch wenn man selbst immer dieser liebenswerte Chaot bleibt, den einen Menschen zu finden, der einen so annimmt wie man ist. Das ist wahrscheinlich das größte Glück, das einem begegnen kann. Plötzlich ist man bereit alles für diesen Menschen zu geben, die Zukunft miteinander zu planen für ein gemeinsames Leben, FÜR DICH! Das Video zu „Für Dich“ sieht man hier:
https://youtu.be/Xx1Yqtxt4h4
Die eigentliche Stärke des Albums liegt in seiner Ehrlichkeit. Selten klang die Band so nahbar. Selten waren die Texte so persönlich. Und selten standen hinter den Songs Gefühle, die man nicht einfach schreiben, sondern erst durchleben muss.
Der Albumtitel ist dabei mehr als eine Pose. „Wir fangen jetzt erst an!“ ist deshalb weit mehr als eine kämpferische Parole. Er ist die Antwort auf alles, was in den vergangenen Jahren passiert ist. Die Entscheidung, sich nicht von Rückschlägen definieren zu lassen. Nicht stehenzubleiben. Nicht aufzugeben. Während andere Bands nach Jahrzehnten auf ihre Geschichte zurückblicken, richten Betontod den Blick nach vorn. Mit einer Platte, die Schmerz und Hoffnung, Wut und Wärme, Abschied und Aufbruch miteinander verbindet.
„Wir fangen jetzt erst an!“ klingt nicht wie das Werk einer Band, die Bilanz zieht. Es klingt wie das Werk einer Band, die gelernt hat, wie kostbar Zeit ist – und deshalb jeden einzelnen Moment nutzt.
BETONTOD - WIR FANGEN JETZT ERST AN! TOUR 2026
Special Guests: Rogers & Janiz (ausgew. Termine)
02.10. Venlo (NL) · Grenswerk
03.10. Osnabrück · Rosenhof
09.10. Wiesbaden · Schlachthof
10.10. München · Tonhalle
16.10. Leipzig · Haus Auensee
17.10. Berlin · Columbiahalle
23.10. Köln · Palladium
24.10. Hamburg · Georg Elser Halle
30.10. Stuttgart · Wagenhallen
31.10. Zürich (CH) · Komplex 457




