Mit „Winona“ liefern DESOLAT eine melancholische Ruhrgebiets-Coming-of-Age-Story zwischen Nostalgie, Überforderung und dem Versuch, in einer hypervernetzten Gegenwart nicht unterzugehen. Der Song erzählt von Coping Mechanismen in einer überreizten Welt: von alten Alben, vertrauten Räumen, braunen Wohnwänden und kleinen Ritualen als letzter Halt gegen Schnelllebigkeit, Selbstoptimierung und emotionale Entfremdung. „Winona“ fungiert dabei als Symbolfigur für den Konflikt zwischen Anpassung und Authentizität – inspiriert von einer „unsicheren“, nie vollständig angepassten Persönlichkeit, die sich den patriarchalen Strukturen Hollywoods entzog und gerade durch ihre Brüchigkeit Autonomie bewahrte. Musikalisch verdichtet die Band diese Spannung zu einem düster-treibenden Alternative-/Post-Punk-Song Sehnsucht und latenter Eskalation.
Für das dazugehörige Video arbeiteten DESOLAT dank einer Förderung der Stadt Gelsenkirchen mit dem Berliner Regisseur Robert Piel sowie der Designerin Inga Aleknaviciute-Piel (Good Bones) zusammen, die bereits Clips für King Dude und Night Eternal, aber auch YRRRE realisierten. Gedreht wurde komplett auf analogem 16-mm-Film an verschiedenen Orten in Gelsenkirchen – darunter die Wohnung von Sänger Markus, die eigens in ein detailverliebtes 90er-Jahre-Set verwandelt wurde. Mit Alex Schwers (Slime) als Vater und Schauspielerin Katharina Kron als Tochter verbindet das Video industrielle Ruhrgebietsästhetik mit familiärer Intimität und schafft einen visuellen Gegenentwurf zur digitalen Glätte der Gegenwart.
Winona“ ist die erste Single von Desolats zweitem Album „Obsolet“, das am 16.10.2026 via Dackelton Records / Broken Silence erscheint. Der Track markiert eine klare Entwicklung nach ihrem 2024er Debüt Album „ückendorfication“: Desolat klingen druckvoller, düsterer und dringlicher – und damit näher am Puls der Zeit. Produziert wurde das Album von fazo666fazo (Baits, Heckspoiler, Lovehead) in Zusammenarbeit mit Hesham "Sham" Abd El Salam in Wien im September letzten Jahres.




