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September 2026 · So
· 15:00 Uhr
SCHEISSGEFÜHLE FESTIVAL 15:00 Uhr Einlass 16:00 Uhr Start des Festivals – Begrüßung & Eröffnungsstatement 16:00 – ca. 19:45 Uhr 16 Slots à 15 Minuten für lokale und regionale Acts (mit kurzen Wechselpausen) Laufend Einspielung von Videobotschaften (max. 90 Sek.) von Künstler*innen, die nicht vor Ort sein können 20:00 Uhr Abschlusskonzert: The Roxies (Berlin) – Garagepunk/Powerpop mit explizit politischen Texten
Location
Waldmeister
Holbeinstr. 6
42719 Solingen-Wald
Holbeinstr. 6
42719 Solingen-Wald
Scheißgefühle Festival
Das „Scheißgefühle Festival“ ist eine direkte Antwort auf zwei Ereignisse der vergangenen Woche, die viele Menschen mit Wut und Sprachlosigkeit zurückgelassen haben: den Alphaville-Eklat rund um die Forderung nach einer „unpolitischen“ Festivalbühne und das starke Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Das Festival setzt dem etwas entgegen: Wir wollen Scheißgefühle nicht einfach hinnehmen, sondern sie in gemeinsames Handeln verwandeln.
Am 13. September 2026 ab 15 Uhr wird der Waldmeister in Solingen zum Ort für Demokratie, Diversität und eine klare Haltung gegen Rassismus, Homophobie und Antisemitismus. Dabei verstehen wir Kunst und insbesondere Rockmusik ausdrücklich als politischen Raum. Lokale Künstler*innen aus Solingen und Umgebung bekommen die Bühne, um mit Musik und klaren Statements Haltung zu zeigen. Wir wollen zusammenkommen, miteinander ins Gespräch kommen und zeigen, dass Schweigen keine Alternative ist.
Veranstaltet wird das Festival von Cobra Club e.V., Cow Club e.V. und Waldmeister Raum für Kultur e.V.
Das „Scheißgefühle Festival“ ist eine direkte Antwort auf zwei Ereignisse der Vorwoche, die bei vielen Menschen in Solingen und darüber hinaus ein Gefühl von Sprachlosigkeit und Wut hinterlassen haben:
Der Alphaville-Eklat: Die Band Alphaville wurde vom „Glücksgefühle Festival“ ausgeladen, nachdem sich Frontmann Marian Gold weigerte, auf politische Ansagen gegen Rechts zu verzichten. Der Veranstalter begründete dies mit dem Wunsch nach einer „komplett unpolitischen“ Bühne und dem Motto „Good Vibes Only“. Die Ausladung löste einen Shitstorm und eine breite Debatte darüber aus, ob Kunst und Rock 'n' Roll unpolitisch sein können – oder sein dürfen. Campino (Die Toten Hosen) nannte es „extrem fragwürdig und absurd, jemanden auszuladen, der stabil ist für die Demokratie“.
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Am Sonntag erreichte die AfD mit 43,8 % ihr bislang bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl und verfehlte die absolute Mehrheit nur knapp. In allen 218 Gemeinden wurde sie stärkste Kraft. Dieses Wahlergebnis hat bei vielen – auch in Solingen – für „Scheißgefühle“ gesorgt.
Das Festival versteht sich als emanzipatorische Gegenbewegung: Es zeigt, dass man sich mit Scheißgefühlen nicht abfinden muss, sondern sie in etwas Aktives, Verbindendes verwandeln kann.
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Das Scheißgefühle Festival verfolgt drei zentrale Ziele:
1. Ein klares Zeichen setzen – für Demokratie, Diversität und gegen Rassismus, Homophobie und Antisemitismus.
2. Kunst als politischen Raum reklamieren – Rockmusik in all ihrer Bandbreite (von Singer-Songwriter bis Hardcore/Punk) ist nicht unpolitisch und will es auch nicht sein.
3. Lokale Künstler*innen sichtbar machen – Solinger Acts und solche aus der Umgebung erhalten eine Bühne, um sich mit einem kurzen Beitrag und einer klaren Ansage zu positionieren.
Und vor allem: Es geht uns nicht um die Größe des Festivals. Der Waldmeister fasst 199 Menschen – das ist überschaubar und das ist gut so. Es geht uns darum, dass wir etwas machen. Dass wir aktiv werden, statt zu schweigen. Dass wir miteinander ins Gespräch kommen, uns austauschen und gemeinsam ein Zeichen setzen.
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Location-Profil: Waldmeister